Obdachlosen spontan eingestellt: Netz feiert Mühlviertler Tischler

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Quelle: Der Standard

Der 31-jährige Herbert Hartl gab Bittsteller an Tankstelle einen Job – Posting hält bei über 200.000 Likes

Jemanden, der auf einer Tankstelle Leute um einen Arbeitsplatz bittet, vom Fleck weg engagieren: Nur wenige Unternehmer würden dieses Risiko wohl eingehen. Der oberösterreichische Tischler Herbert Hartl hat es getan – und einen „tollen Kollegen und guten Mitarbeiter“ gefunden, wie er auf Facebook verrät. Die Geschichte beginnt vor etwas mehr als einer Woche: Hartl wird vom 51-jährigen Miroslav auf einer Tanksteller angesprochen. Hartl ist mit dem Firmenwagen unterwegs, deshalb wird er gefragt, ob die Firma vielleicht Mitarbeiter sucht.

„Bist du der Chef?“

„Kann schon sein“, antwortet Hartl, als Miroslav erzählt, dass er seit sechs Monaten Arbeit suche und mittellos sei – nicht einmal Essen und Trinken könne er sich an diesem Abend leisten. Da entscheidet sich Hartl spontan, dem Mann eine Chance zu geben. „Bist du der Chef?“, fragte dieser laut Hartl ungläubig. Der neue Arbeitgeber quartierte den Mann gleich in einem Hotel ein, damit dieser nicht weiter auf der Bushaltestelle schlafen müsse.

Rekordverdächtig

Die Geschichte wurde von der Tischlerei Hartl am vergangenen Mittwoch mit einem Bild von Miroslav aufFacebook gestellt. Mittlerweile hält das Posting bei über 205.000 „Gefällt Mir“-Angaben, 12.000 Menschen haben die Geschichte überwiegend positiv kommentiert. Zusätzlich wurde der Post mehr als 26.280 Mal geteilt – für österreichische Verhältnisse rekordverdächtige Zahlen.

Good News

Der Erfolg des Postings zeigt, dass auf Facebook positive Ereignisse äußerst gefragt sind. So kann in sozialen Netzwerken ein Gegenpol zu den negativ dominierten Nachrichten geschaffen werden. Durch die Klickzahlen hat es die Tischlerei Hartl jetzt international in die Schlagzeilen geschafft, etwa in die Süddeutsche Zeitung oder in die Bild. Zahlreiche Nutzer kommentierten, dass sie nun wohl ihre neue Tischlerei gefunden haben – vielleicht gibt es so etwas wie Karma also doch. (fsc, 21.6.2015)

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