Patientenverfügung: Ge­schäfts­fä­hig­keit zeit­nah at­tes­tie­ren las­sen.

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Da Pa­ti­en­ten­ver­fü­gun­gen nur dann recht­lich gül­tig und ver­bind­lich sind, wenn sie von den Be­tref­fen­den im Zu­stand der „Ein­wil­li­gungs­fä­hig­keit“ ver­fasst wor­den sind, ist es sinn­voll, sich diese mit ei­nem ärzt­li­chen At­test auf Ge­schäfts­fä­hig­keit be­stä­ti­gen zu las­sen. Das ist ge­rade für die An­er­ken­nung ei­ner Pa­ti­en­ten­ver­fü­gung, die psych­ia­tri­schen Zwang aus­schließt, be­son­ders sinn­voll, denn so ist Psych­ia­te­rIn­nen vor Ge­richt die Mög­lich­keit ge­nom­men, zu be­haup­ten, die Ver­fas­se­rIn sei an­geb­lich „geis­tes­krank“ ge­we­sen, als sie ih­ren Wil­len do­ku­men­tierte. Das Beste ist also, dass das Da­tum des At­test auf den Tag ge­nau über­ein­stimmt mit dem Da­tum Ih­rer Un­ter­schrift auf der Pat­Verfü. Auch um da­mit ver­bun­dene or­ga­ni­sa­to­ri­sche Schwie­rig­kei­ten zu ver­mei­den, ist es sinn­voll, sich recht­zei­tig um die Pat­Verfü mit­samt zu­ge­hö­ri­gem At­test, der Su­che nach Vor­sor­ge­be­voll­mäch­tig­ten und auch ih­rem Ein­trag bei der Bun­des­no­tar­kam­mer (auch sehr wich­tig! Siehe un­ten) zu küm­mern und nicht erst in Si­tua­tio­nen, wenn es be­reits brenz­lig ge­wor­den ist. Die Ge­schäfts­fä­hig­keit be­stä­ti­gen kann jede/r approbierte/r Me­di­zi­ne­rIn. Falls ihr Haus­arzt zu vor­ein­ge­nom­men sein sollte, weil ihm psych­ia­tri­sche „Dia­gno­sen“ aus Ih­rer Ver­gan­gen­heit be­kannt sein soll­ten und Ihre der­zei­tige Er­schei­nung seine Vor­ur­teile nicht aus­räumt und sich so­mit wei­gert, Ihre volle Ge­schäfts­fä­hig­keit zu be­stä­ti­gen, dann su­chen sie ein­fach ei­nen an­de­ren Arzt oder Ärz­tin auf. Schlimms­ten­falls müs­sen Sie die 10 Euro Pra­xis­ge­bühr mehr­mals zah­len. Zur Not kön­nen Sie auch zu einem/r No­ta­rIn ge­hen, um sich Ihre Ge­schäfts­fä­hig­keit at­tes­tie­ren zu las­sen (siehe un­ten). Durch Doktor- bzw. Notar- „Hop­ping“ wird sich ein Ge­schäfts­fä­hig­keit­sat­test im­mer be­sor­gen las­sen.

Das Ori­gi­nal des Ge­schäfts­fä­hig­keit­sat­tests sollte bei den Un­ter­la­gen zu­hause ver­wahrt wer­den. Es ist dar­über hin­aus emp­feh­lens­wert, jeder/m Vorsorgebevollmächtigte/n eine Ko­pie des At­tests an­hand zu ge­ben.

Beste Grüße
rene talbot

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