Nacht der Mystik heute im Dom zu St. Stephan in Wien

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Quelle: Unzensuriert

Theresa von Avila steht heuer im Zentrum der Nacht der Mystik. Foto: Håkan Svensson/Wikimedia(CC BY-SA 3.0)

Theresa von Avila steht heuer im Zentrum der Nacht der Mystik.
Foto: Håkan Svensson/Wikimedia(CC BY-SA 3.0)

Seit 2008 veranstaltet der stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates der Dompfarre St. Stephan und Philosoph Dr. Johannes Berchtold die Nacht der Mystik. Heuer ist sie der Mystikerin Teresa von Ávila gewidmet, deren Texte vorgetragen werden. Die Nacht der Mystik findet heute ab 20 Uhr  im Wiener Stephansdom statt. Der gesamte Stephansdom wird mit seinen architektonischen Weiten in das Mysterienspiel eingebunden sein.

Musikalisch wird diese geistliche und philosophische Veranstaltung mit Orgelwerken von Dietrich Buxtehude, Johann Sebastian Bach und Arvo Part umrahmt. Teresa von Ávila war Karmelitin sowie Mystikerin. In der römisch-katholischen Kirche wird sie als Heilige und Kirchenlehrerin verehrt. Darüber hinaus wird auch in der anglikanischen und evangelischen Kirche mit Gedenktagen an diese Mystikerin erinnert.

Johannes Berchtold als Initiator der Mystik-Nächte

Veranstalter Johannes Berchtold, ein freiheitliches Urgestein, ist als Mitglied des Pfarrgemeinderates zu St. Stephan gemeinsam mit Dompfarrer Toni Faber langjähriger Mentor der Nacht der Mystik. Berchtold, ursprünglich aus Vorarlberg stammend, ist als Geisteswissenschaftler ein ausgewiesener Kenner der klassischen Philosophie des Abendlandes. Von 1994 bis 2000 war er unter anderem Mitherausgeber des  Jahrbuchs „Freiheit und Verantwortung“ des freiheitlichen Bildungsinstituts. Neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit in der Pfarre St. Stephan ist Berchtold Männerforscher und Abteilungsleiter im Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz.

Seit 2008 steht die Veranstaltungsreihe im Zeichen des Dialogs zwischen Mystik, Religion und Kunst. Berchtold tritt mit seiner Veranstaltung bewusst gegen die in den letzten Jahren und Jahrzehnten vor allem in den christlichen Religionsgemeinschaften stattgefundenen Vernachlässigung der Mystik ein.

Die feierliche Mysterienveranstaltung, die alle Jahre wieder im heiligen Dom zu St. Stephan durchgeführt wird, soll wieder einen Dialog zwischen der christlichen Religion und der Mystik auslösen und weitertragen. Im Zentrum steht das individuelle Erfassen des Übersinnlichen.

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