Zweiter Wahlgang in Frankreich: Front National ohne Sieg, Sozialisten sind auf dem Rückzug

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Quelle: Unzensuriert

Bei den Regionalwahlen in Frankreich geht wohl Nicolas Sarkozy als Sieger hervor. Foto: Tmorlier / wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Bei den Regionalwahlen in Frankreich geht wohl Nicolas Sarkozy als Sieger hervor.
Foto: Tmorlier / wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Paris. Genau vor einem Monat, am 13. November 2015, kam es in der der französischen Hauptstadt zu islamistischen Terroranschlägen, die die Welt schockten. Und von einem „Schock“ sprechen auch Vertreter des linken Lagers, wenn es um Frankreichs Regionalwahlen geht. Gleich im ersten Wahlgang erzielte die patriotische Partei Front National (FN) den größten Wahlerfolg in der Parteigeschichte, unzensuriert.at berichtete. Nun liegen die ersten Hochrechnungen zum zweiten Wahlgang vor.

Sozialisten auf dem Rückzug

Anscheinend kann die FN im zweiten Wahlgang keine der 13 Wahlregionen Frankreichs für sich bestimmen. In den Regionalparlamenten zwar durchaus vertreten, wird die FN wohl aber keinen Regionalpräsident stellen können. Der Grund: Aus Furcht vor einem Erdrutschsieg haben mehrere Kandidaten der linken Regierungspartei PS ihre Kandidatur zurückgezogen. Das schwächt zwar die Sozialisten um Staatschef François Hollande auf der einen, stärkt aber die republikanische Partei LR unter Nicolas Sarkozy auf der anderen Seite. Die Hoffnung der Sozialisten, dass sich der französische Bürger im Zweifel für das konservativ-bürgerliche Lager und gegen die eurokritische und nationalpatriotische FN entscheidet, hat sich bewahrheitet.

Strategie der Vorherrschenden geht auf

Ein zweiter Wahlgang ist in den Regionalwahlen Frankreichs immer dann notwendig, wenn im ersten Wahlgang keine Partei eine absolute Mehrheit erlangt. Das war letzten Sonntag nicht der Fall. Im Triumph der etablierten Parteien scheint allerdings völlig unterzugehen, dass die FN dennoch mächtig zulegte und jetzt fast dreimal so viele Sitze in den Parlamenten innehat, als zuvor. Gleichzeitig verlieren die Sozialisten viele Sitze. Parteichefin Marine Le Pen bleibt im Interview ihren Zielen und Werten treu und sagt: „Uns wird nichts stoppen“.

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