Südtiroler Politiker beantragen österreichische Staatsbürgerschaft

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Quelle: Unzensuriert

Schützenkommandant Paul Bacher, Südtirol-Sprecher Werner Neubauer, Pressesprecher Christian Kollmann sowie die Abgeordneten Myriam Atz Tammerle, Bernhard Zimmerhofer, Pius Leitner und Sven Knoll (von links) vor der MA35 in Wien. Foto: FPÖ

Schützenkommandant Paul Bacher, Südtirol-Sprecher Werner Neubauer, Pressesprecher Christian Kollmann sowie die Abgeordneten Myriam Atz Tammerle, Bernhard Zimmerhofer, Pius Leitner und Sven Knoll (von links) vor der MA35 in Wien.
Foto: FPÖ
In Österreich wird schon jeder eingebürgert, der nur halbwegs einen standardisierten Test ausfüllen kann, doch wenn es um Anliegen von Altösterreichern geht, stellt man sich taub. Einen weiteren Anlauf zur Erlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft haben nun Vertreter der Südtiroler Parteien „Süd-Tiroler Freiheit“, „Freiheitliche Partei Südtirol“ sowie des Südtiroler Schützenbundes genommen. Sie suchten in Wien offiziell um die österreichische Staatsbürgerschaft an. 400 bisherige Ansuchen Südtiroler Bürger haben die österreichischen Behörden unbehandelt gelassen.

Italien will Autonomie beschneiden

Auslöser dieses neuerlichen Vorstoßes ist eine geplante Verfassungsreform, welche Italien in einen zentralistischen Staat umwandeln soll. Dadurch würde die bisherige Autonomie Südtirols massiv beschnitten. Landtagsabgeordneter Sven Knoll (Süd-Tiroler Freiheit) berichtet, dass namhafte italienische Politiker überhaupt eine Abschaffung der Südtirol-Autonomie fordern, da die Südtiroler hundert Jahre nach dem ersten Weltkrieg keine österreichische Minderheit mehr seien und demnach auch kein Anrecht auf eine Autonomie mehr hätten. Knoll geht es darum  aufzuzeigen, „dass wir Südtiroler Österreicher sind und unsere österreichische Staatsbürgerschaft zurückbekommen möchten“. Die Wortspende des ÖVP-Bundespräsidentschaftskandidaten Andreas Khol, der die Anerkennung einer österreichischen Staatsbürgerschaft für Südtiroler als „Unsinn“ bezeichnete, weise er zurück.

Vater hat gegen Italien gekämpft

Für den Ehrenlandeskommandanten des Südtiroler Schützenbundes, Paul Bacher, ist es eine Selbstverständlichkeit, die zu Unrecht entzogene österreichische Staatsbürgerschaft wieder durch Österreich zurück zu erhalten. Sein Vater habe als Freiwilliger mit 14 Jahren an der Front gegen Italien im ersten Weltkrieg gekämpft und Bacher sei es all jenen schuldig, die damals mit ihrem Leben für die Freiheit eingetreten seien. Sein erster Antrag aus dem Jahr 2011 blieb bis heute unerledigt.

Anträge beim Amt für Einbürgerung abgegeben

Begleitet vom Südtirol-Sprecher der FPÖ, Werner Neubauer, reichten Bacher und die Landtagsabgeordneten Myriam Atz Tammerle, Sven Knoll, Bernhard Zimmerhofer (alle Süd-Tiroler Freiheit) sowie Pius Leitner (Freiheitliche) ihre Anträge bei der Magistratsabteilung 35 (Einwanderung) ein. Danach begründeten sie ihre Initiative in einer Pressekonferenz.

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