Wir trauern um Trifon Ivanov

Gepostet am Aktualisiert am

Quelle: SK Rapid

1996 Meister und Europapokalfinalist mit Rapid – Trifon Ivanov

Schreckliche und unerwartete Nachrichten kommen heute aus Bulgarien. Wie der dortige Fußball-Verband mitteilte, verstarb Trifon Ivanov unerwartet nach einer Herzattacke!

Der 50jährige Verteidiger schrieb auch ein schönes Stück Rapid-Geschichte mit! 1995 kam der Teamspieler, der mit seinem Heimatland ein Jahr zuvor bei der FIFA WM ins Semifinale kam und schließlich Rang 4 belegte, zum SK Rapid. Er spielte sich sofort in die Herzen der Rapid-Fans, sein unnachahmlicher Stil und seine Offensiv-Ausflüge wurden rasch legendär! Er blieb zwar nur zwei Saisonen in Hütteldorf, hat aber noch heute Kultcharakter!

Legendär bleibt seine Fähigkeit, rasch Verletzungen wegzustecken, nur wenige Tage, fast Stunden, nach einer Meniskusoperation stand er bei einem Europacup-Match gegen Sporting Lissabon auf dem Platz. Beim Rückspiel brachte er Grün-Weiß in die entscheidende Verlängerung, als er schlitzohrig kurz vor Schlusspfiff das 2:0 für Christian Stumpf vorbereitete. Mit dieser Mannschaft kam er bekanntlich bis ins Europacupfinale 1996 in Brüssel und wurde österreichischer Meister. In der Liga erzielte er in dieser Spielzeit in 30 Einsätzen bemerkenswerte 7 Treffer!

Im Sommer 1996 hatte er zudem mit zwei Toren beim Champions-League-Quali-Match bei Dynamo Kiew maßgeblichen Anteil an der erstmaligen Qualfikation des SK Rapid für die Königsklasse! Insgesamt bestritt Ivanov, der bei Rapid die Nummer 4 trug, 53 Bundesligaspiele (7 Tore) und 17 Europacup-Partien (3 Tore) für Grün-Weiß!

Für die bulgarische Nationalmannschaft absolvierte der grimmige Verteidiger mit dem raschen Bartwuchs 76 Länderspiele (6 Tore) und nahm an den Weltmeisterschaften 1994 und 1998, sowie an der Europameisterschaft 1996 teil. Im gleichen Jahr wurde er zum Bulgarischen Fußballer des Jahres gewählt! Mit CSKA Sofia wurde er zweimal Meister und einmal Pokalsieger, ehe er 1991 nach Spanien zu Real Betis Sevilla wechselte. 1994 folgte ein Intermezzo bei Xamax Neuchatel, 1997 spielte er nach seinem Abgang von Rapid einige Monate für den Stadtrivalen Austria, ehe er von 1998 bis 2001 seine aktive Laufbahn beim Floridsdorfer AC ausklingen ließ.

Der SK Rapid trauert und drückt auch auf diesem Wege den Wegbegleitern, aber vor allen den Angehörigen von Trifon Ivanov sein aufrichtiges Mitgefühl aus! Wie der FK Austria Wien mittlerweile auf seiner Homepage bekannt gab, wird es vor dem 316. Wiener Derby am Sonntag eine Trauerminute geben! Rapid bestreitet das ewig junge Duell im Andenken an Trifon Ivanov selbstverständlich mit Trauerflor!

(pk)

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