Grün-Abgeordneter Walser polemisiert gegen Deutschpflicht an oberösterreichischen Schulen

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Quelle: Unzensuriert

Deutsch sprechen in Schulen ist für Grüne „kleingeistig“ Foto: User: BiT / Wikimedia (gemeinfrei)

Deutsch sprechen in Schulen ist für Grüne „kleingeistig“
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Dass man etwas nur erlernen kann, wenn man es auch ständig übt, sollte dem Grünen Schuldirektor und Nationalratsabgeordneten Harald Walser bekannt sein. Schulen sind dazu da, Bildung und Wissen zu vermitteln. Für Migranten sollte die Schule zudem der adäquate Ort sein, die Sprache des Landes zu praktizieren, in dem sie sich aufhalten und wohl künftig zu leben gedenken. So sieht es zumindest die oberösterreichische Landesregierung, wo neben der ÖVP an Stelle der Grünen nun die FPÖ vertreten ist. In Oberösterreich soll demgemäß Deutsch als verbindliche Sprache in der Schule eingeführt werden, das soll auch für die Unterrichtspausen gelten. Was für einen Aufschrei bei den Grünen sorgte.

Walser: Deutschpflicht ist „kleingeistig“

„Die schwarz-blaue Regierungsmehrheit in Oberösterreich agiert mit der Deutschpflicht in den Pausen nicht nur ignorant und kleingeistig, sondern auch gegen jegliche Erkenntnisse der Spracherwerbsforschung“, alteriert sich Harald Walser. Und er fordert von der Landesregierung „statt rechtspopulistische Maßnahmen zu treffen“, besser zu überlegen, „wie Mehrsprachigkeit und Weltoffenheit gefördert werden können“.

Deutschpflicht war in Berlin bereits 2006 Thema

Bereits vor zehn Jahren berichtete das Portal Spiegel-Online über diese Thematik ausführlich. Eine Realschule in Berlin-Wedding verpflichtete damals ihre Schüler, auch auf dem Pausenhof ausschließlich Deutsch zu sprechen. Was ein Jahr lang problemlos funktionierte, wurde dann aber von der türkischen Zeitung Hürriyetpubliziert, was – nun darauf aufmerksam gemacht – für einen Entrüstungssturm beim Türkischen Bund in Berlin-Brandenburg und bei den Grünen sorgte. „Integration lasse sich nicht mit Pausenregelungen erzwingen“, ereiferte sich die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth. „Niemand, auch der Schulsenator oder der Schulleiter, darf eine Sprache verbieten“, dozierte dazu der Sprecher des Türken-Bundes.

Integrationswillige Schüler anderer Meinung

Schüler, die sich integrieren wollen, sehen das anders. Der Spiegel ließ einen von ihnen zu Wort kommen: „Wir brauchen die deutsche Sprache. Was sollen wir denn machen? Wir wollen unseren Realschulabschluss, und wenn wir eine Lehrstelle finden oder das Abitur machen wollen, dann müssen wir gut Deutsch sprechen“, wird der aus Pakistan stammende Schüler Asad zitiert.

Für Gruppierungen wie die Grünen oder diverse Türken-Verbände, die lieber Parallelgesellschaften fördern, ist die Erkenntnis dieses Jugendlichen natürlich kein Argument. Vielleicht fehlt Schülern wie Asad aber auch die nötige Walser´sche Weltoffenheit.

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