Der Unabhängigste der Unabhängigen

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Quelle: Unzensuriert

Der Unabhängige mit ehemaligen Parteigenossen, von denen er sich entfremdet haben soll... Foto: Die Grünen Oesterreich / flickr (CC BY 2.0)

Der Unabhängige mit ehemaligen Parteigenossen, von denen er sich entfremdet haben soll…
Foto: Die Grünen Oesterreich / flickr (CC BY 2.0)

Man darf tatsächlich darauf gespannt sein, was noch alles während des Präsidentschaftswahlkampfes passiert. Denn auch wenn kluge Geister seit geraumster Zeit mit der Idee aufhorchen lassen, dieses Amt zu reformieren (Schweizer Modell) oder völlig abzuschaffen, wird wieder einmal ein Staatsoberhaupt (hier fällt mir gerade keine gendergerechte Form ein) gewählt, weil es scheinbar in der Natur des Österreichers liegen soll, eine Art Vater/Väterin-Figur haben zu wollen.

Kommentar von Unzensurix

Dass diese Figur grundsätzlich rötlich sein sollte, wurde wahrscheinlich zu Anfang der Zweiten Republik beschlossen, weswegen dann ja auch Kurt Waldheim ordentlich zum Handkuss gekommen ist. (Klestil hingegen hatte immerhin die grandiose Fähigkeit, zwischen rot und schwarz zu changieren, was möglicherweise an den Whiskysorten Red & Black Label lag.)

Nun aber besteht für das rotschwarze Ewigkeitssystem die Schreckensvision, dass keiner ihrer in der Wolle gefärbten Kandidaten seine Ferien im Jagdschloss Mürzssteg verbringen darf. Ja es könnte sogar schon vorher der staatspolitisch gefährliche Fall eintreten, dass niemand von beiden Regierungspostulanten in die Stichwahl gelangt.

Obwohl mit Sicherheit alles darangesetzt wird, dass es gar nicht so weit kommt – der ORF etwa wird garantiert sein Scherflein dazu beitragen, die einzig akzeptablen Kandidaten ins rechte (sicherlich weniger!) Licht zu rücken – hat man zumindest für den Fall der Fälle ein weiteres Atout im Ärmel. Denn wie bereits jeder Öster- und Neo-Österreicher weiß, kandidieren, neben einem dem Ruf des Landes sicherlich schadenden FPÖlers (wie gehabt), auch mehrere unabhängige Amtsanwärter/innen. Darunter wenigstens der Unabhängigste der Unabhängigen, der so unabhängig ist, dass er eine unabhängige Wählerentscheidung in seiner völligen Unabhängigkeit nicht akzeptieren würde.

Malen wir den Hofer nicht an die Wand!

Dieser Unabhängige soll dann womöglich als letzter Rettungsanker dienen, wenn die Hoffnungsträger der Regierung ihre Erwartungen nicht erfüllt haben und von der Bildfläche (nur als Kandidaten, sonst wird es sicher Posten für sie geben) verschwunden sind, zumal man bereits jetzt von diesem Unabhängigen hört, dass er auf jeden Fall bereit sein wird, die Abhängigkeit seiner HEIM:-)AT von Unfähigkeit und Ignoranz nicht zu gefährden, …besonders wenn davon ausgegangen werden kann, dass jene Leute, denen er bereits seit Jahrzehnten seine Unabhängigkeit zur Verfügung gestellt hat, als Zünglein an der Waage gebraucht werden.

Malen wir den Teufel…, äh Hofer, nicht an die Wand. Da sich nahezu die gesamte österreichische Journaille staatlicher Förderungen, in welcher Form auch immer, erfreut, wird sicherlich ein findiger Kopf einen Farbtopf finden, mit dem man herrlich herumpatzen kann. Dummerweise ist Norbert Hofer etwas zu jung für eine Soldatenlaufbahn im Zweiten Weltkrieg.

Aber wer weiß!

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