Vorschlag von Unternehmerin: Wählen darf nur, wer die Prüfung zur „Wahlreife“ besteht

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Quelle: Unzensuriert

Trachtenmode-Unternehmerin Gexi Tostmann zeigte im Kurier-Gespräch deutlich, was sie unter Demokratie versteht. Foto: Franz Johann Morgenbesser / flickr (CC BY-SA 2.0)

Trachtenmode-Unternehmerin Gexi Tostmann zeigte im Kurier-Gespräch deutlich, was sie unter Demokratie versteht.
Foto: Franz Johann Morgenbesser / flickr (CC BY-SA 2.0)

Unglaublich, auf welche Ideen die Leute jetzt so kommen, weil plötzlich die Masse der Menschen nicht mehr SPÖ und ÖVP wählt! Vertreter der Regierungskoalition haben ja allen Ernstes vorgeschlagen, keine Umfragen vor den Wahlen mehr veröffentlichen zu lassen. Sie orten die dramatischen Niederlagen nicht in ihrer schlechten Politik, sondern geben den Meinungsforschern die Schuld. Und der Kurierhat in Folge des Ergebnisses der Bundespräsidentenwahl sogar die Serie „Zweite Republik – war´s das?“ gestartet.

Künstliche Untergangs-Stimmung: „Zweite Republik – war´s das?

In dieser Serie kam am Mittwoch die Trachtenmode-Unternehmerin Gexi Tostmann zu Wort. Und sie antwortete auf die Frage, was kommen würde, wenn diese Zweite Republik zu Ende gehen würde, so:

Das weiß ich nicht. Es bricht jedenfalls gerade viel zusammen bei der SPÖ und bei der ÖVP. Aber dass man dann nur die FPÖ als Alternative sieht? Da bin ich sprachlos. Ich versuche immer, alle zum Wählen zu animieren. Und nach den Gesprächen sage ich dann oft: Wähle lieber nicht. Eigentlich sollte man nur wählen dürfen, wenn man eine Prüfung macht, dass man wahlreif ist.

„Das Volk hat immer recht“ scheint nicht immer zu gelten

Da hat sie wohl so manchem Grünen, Roten und Schwarzen aus der Seele gesprochen. Denn solange „richtig“ gewählt wurde, also SPÖ, ÖVP und die Grünen als Beiwagerl, überschlugen sich die Parteienvertreter förmlich mit dem Standardsatz: „Das Volk hat immer recht.“ Nicht nur das: Wählen schon mit 16 war für alle ein wichtiger Schritt in der Demokratie. Und jetzt: Wählen soll nur dürfen, wer die Prüfung zur „Wahlreife“ besteht?

Undemokratisch, wenn es um die eigene Haut geht

Wie lächerlich ist denn das? Was sollte da geprüft werden? Wer erstellt die „Reife“-Kriterien? Wer prüft? Vielleicht ein gänzlich „Unabhängiger“ wie VdB? Gibt jemand an, die FPÖ zu wählen, fliegt er dann durch? Macht jemand das Kreuz bei der SPÖ, ist dann die Wahlreife gegeben? Jetzt, wo sich die Mehrheitsverhältnisse und damit auch die Machtverhältnisse verändern, kommen Leute anscheinend auf die skurrilsten Ideen, wie man das vielleicht noch verhindern könnte. Vorgebliche Demokraten können ganz schön undemokratisch sein, wenn es um die eigene Haut geht.

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