Kopf-an-Kopf-Rennen um Hofburg

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Quelle: Unzensuriert

Norbert Hofer bei der Stimmabgabe um 10.30 in der NMS Pinkafeld: Um 17.00 Uhr hatte er knapp über 50 Prozent der Stimmen. Foto: FPÖ

Norbert Hofer bei der Stimmabgabe um 10.30 in der NMS Pinkafeld: Um 17.00 Uhr hatte er knapp über 50 Prozent der Stimmen.
Foto: FPÖ

Die ersten Hochrechnungen zur Bundespräsidentschaftswahl 2016 sehen den freiheitlichen Kandidaten Norbert Hofer knapp nach Schließung der letzten Wahllokale um 17.00 Uhr laut Apa mit 50,4 Prozent knapp vor dem „unabhängigen“ Alexander Van der Bellen mit 49,6 (laut ORF waren es sogar nur 50,2 Prozent). Die Stimmenauszählung lag zu dieser Zeit bei rund 67 Prozent (inklusive Briefwähler-Schätzung). Mittlerweile steht es (Stand 17.55 Uhr) genau 50 zu 50. Es gilt als unwahrscheinlich, dass vor Auszählung der Briefwahlstimmen morgen Montag der Sieger feststeht.

Differenz zwischen Zahlen des Innenministeriums und des ORF

Das Innenministerium gab zuletzt 53 Prozent für Hofer an, wie FPÖ-Parteiobmann HC Strache in seiner Stellungnahme gegenüber dem ORF um 17.20 Uhr betonte. DerORF erklärte dazu, dass das Innenministerium angeblich die Wahlkarten nicht berücksichtige. Mit Spannung wartete man zu dieser Zeit noch auf die Zahlen aus den großen Städten.

Hofer im Süden, Van der Bellen im Westen stark

Die ersten Hochrechnungstrends belegen ein starkes Abschneiden Norbert Hofers in der Steiermark, in Salzburg, in Kärnten und im Burgenland, ebenso wie in Niederösterreich. In Vorarlberg (56,4 Prozent) und Wien dürfte Van der Bellen die Mehrheit der Stimmen für sich gewonnen haben. Sowohl in Oberösterreich als auch in und Tirol dürfte es zu einem Kopf-an-Kopf Rennen der beiden Kandidaten kommen.

Starke Wahlbeteiligung mit rund 72 Prozent

Was sich bisher ebenfalls im zweiten Wahlgang abzeichnete, ist eine höhere Wahlbeteiligung. Nicht nur mehr Wahlkarten wurden beantragt – mehr als 880.000 – sondern auch mehr Menschen fanden den Weg an die Wahlurne. Im ersten Wahlgang waren es 68,5 Prozent nun dürften es um die 72 Prozent sein.

Trotz der knappen Ergebnisse bei den Hochrechnungen ist FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl davon überzeugt, dass der freiheitliche Kandidat Norbert Hofer Bundespräsident wird. „Das Ergebnis ist auch ein Sieg der Demokratie und der Glaubwürdigkeit“, sagte er am Sonntag zur APA. Hofers Gegenkandidat, der grüne Alexander Van der Bellen, habe am Schluss auf einen „Angstwahlkampf“ gesetzt.

Kickl: „Tag der Freude und Dankbarkeit“

„Ich bin davon überzeugt, dass auch am Ende, wenn die letzte Stimme ausgezählt ist, der Bundespräsident Norbert Hofer heißt“, sagte Kickl, der sich bei allen Wählern bedankte. Es sei ein „Tag der Freude und der Dankbarkeit“, die freiheitlichen Wähler seien mit Selbstbewusstsein an die Entscheidung herangegangen und hätten sich nicht bevormunden lassen – „weder von Brüssel, noch von anderen Parteien, die in den letzten Wochen einen Anti-Hofer-Wahlkampf geführt haben“.

„Von Angstwahlkampf Van der Bellens nicht beeindruckt“

„Norbert Hofer ist hingegen einen Weg gegangen, den er von Anfang an eingeschlagen hat“, meinte Kickl weiter. Seine „Vision eines neuen Amtsverständnisses als neuer Präsident, der sich als Interessensvertreter der Österreicher sieht“, sei angenommen worden. Mitbewerber Van der Bellen habe hingegen in den letzten Wochen seine Strategie geändert und versucht, einen Angst-Wahlkampf zu führen. Kickl: „Wir haben uns nicht davon beeindrucken lassen.“

VdB-Wahlkampfleiter: „Wir haben Chance, wir glauben daran!“

Mit Zuversicht hat Alexander Van der Bellens Wahlkampfmanager Lothar Lockl am Sonntagnachmittag die ersten vorliegenden Hochrechnungen zur Bundespräsidenten-Stichwahl kommentiert. „Wir sind ganz knapp dran“, sagte er vor Journalisten im Wiener Palais Auersperg. „Wir haben eine Chance, wir glauben daran, es kann sich ausgehen.“

Lockl sprach von einem Fotofinish, „das Spiel geht in die Verlängerung“. Zuversichtlich mache ihn, dass noch die großen Städte und die Wahlkartenergebnisse ausständig seien. In beiden Bereichen liege sein Kandidat tendenziell gut. Klar sei: Van der Bellen habe „eine beispiellose Aufholjagd“ hingelegt.

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