Die Briten flohen vor Merkel, Draghi – und der Propaganda

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Quelle: Unzensuriert

Sie schlugen die Briten in die Flucht: Merkel, Juncker und Draghi (von links). Foto: Europäische Kommission

Sie schlugen die Briten in die Flucht: Merkel, Juncker und Draghi (von links).
Foto: Europäische Kommission

Wenn Brüssels Nomenklatura nicht schleunigst Europas Grenzen sichert, seineGeldpressen abdreht, Demokratie zulässt und die Propaganda einstellt – dann fährt der Laden an die Wand.

Gastkommentar von Michael Hörl

Was mussten die ordnungsliebenden Briten (Stichwort „queuing“) nicht alles erdulden. Da wurden EU-Verträge missachtet – ohne dass dies Konsequenzen hatte. Beispiel Maastricht. Hatten die Mitgliedsländer nicht noch 1992 hoch und heilig versprochen, sogenannte „Konvergenzkriterien“ eisern einzuhalten – maximal 3 % Neuverschuldung und 60% Schulden am BIP? Am lautesten tönten Frankreich und Deutschland – und hielten sich selber keinen einzigen Tag daran.

Im Kleingedruckten hatten die beiden „Schlitzohren“ sogar vereinbart, sich im Falle der Missachtung keine Strafe aufzubrummen. Die Schuldenkrise von 2007 nahm hier ihren Anfang.

Schengen? Wo liegt das?

Der größte Sündenfall war Schengen. Die Autobusse der europakritischen UKIP waren mit Bildern muslimischer Menschenmassen beklebt. Dabei hatte man den Mitteleuropäern 1990 noch großspurig versprochen, Europas Grenzen gegen illegale Einwanderung abzusichern. Und dann war es Kanzlerin Merkel selber, die Schengen aufkündete, indem sie Millionen von Muslimen nach Europa einlud.

Dabei waren schon vorher hunderttausende Bootsflüchtlinge unkontrolliert über Italien und Griechenland nach Europa eingewandert. Sich in Europa sicher zu fühlen – das geht nur mit Schengen. Australien hat es vorgemacht, und Außenminister Kurz hat es aufgegriffen: Natürlich sind Bootsflüchtlinge aktiv vor dem Ertrinken zu retten – dann aber nach Libyen, Marokko oder die Türkei zurückzubringen.

Knackpunkt Sozial-Tourismus

Was nicht mehr zu halten sein wird, ist die Personenfreizügigkeit, unglücklicherweise ein Grundpfeiler der Union. England hatte als einziges Land auf die siebenjährige Sperre seines Arbeitsmarktes für Osteuropäer verzichtet, und so leben heute drei Millionen Polen auf der Insel – derweilen in ihrer Heimat Ärzte, Ingenieure und Facharbeiter fehlen. Kann man in Rumänien mit 30 Euro Sozialhilfe im Monat rechnen, ist es in England das 30fache.

Gleichzeitig drücken die Einwanderer das Lohnniveau und treiben die Mieten für die Unterschicht nach oben. So entschieden sich britische Arbeiter gegen Labour – und für den Brexit.

Planwirtschaft

Als die Briten in den Sechzigern in die EG drängten, war diese ein dezentraler Verein, der einen gemeinsamen Markt verwaltete. Heute pflügen tausende Bürokraten in aufgeblähten Ministerien Europa nach ihren Gutdünken um – ohne Bürgerinteressen zu beachten. Die Wirtschaft wird mit noch mehr Bürokratie, Vorschriften und Abgaben belastet.

Hunderte Milliarden Euro wurden Nettozahlern wie England abgenommen, um abertausende EU-Projekte zu subventionieren – die nicht selten scheiterten, weil sie am Markt vorbeiproduzieren oder von Schlendrian und Korruption befallen sind. Und während die Real-Industrie immer schlechtere  Bedingungen vorfindet, erblüht eine Subventions-Industrie, die zehntausende Bürokraten nährt – aber keinen Mehrwert bringt.

Euro-Flop

Die Engländer waren die wenigen, welche die Fehlkonstruktion des Euros durchschauten: Wenn Länder mit schwachen (oder gar keinen) Produkten durch eine gemeinsame Währung plötzlich in direkte Konkurrenz zu starken Produkten treten – dann müssen sie geradezu scheitern. So importierte Griechenland 2005 schon Güter für 51 Milliarden Euro, exportierte aber nur mehr welche im Wert von 17 Milliarden . Ein Drittel.

Draghis Finanzkrise 2.0

Kaum wo besitzen Bürger bessere Finanzkenntnisse als im Reich der Briten. Denn kaum wo besitzen mehr Bürger Aktien und Anleihen. Dadurch wissen sie um die Sinnlosigkeit, wenn der Staat Unsummen von Gelddruckt und Privatbanken zwingt, es an schlechte Schuldner, inkonsequente Politiker und wankende Staaten zu verleihen. Das ist jener Stoff, aus dem seit jeher Finanzkrisen gemacht werden.

Ein Europa – eine Meinung

Und was nicht nur Briten nervt – das ist die Propaganda. Geht es um Europa, scheint es nur mehr eine Meinung zu geben. Da sind (gefühlte) 97 % der Flüchtlinge Akademiker, 104 % sind glühende Agnostiker und am liebsten finden sie Gold und Geld – was sie brav im Fundbüro abliefern. Laut offizieller EU-Meinung haben Mietenexplosion und Reallohnverlust nichts mit Zuwanderung zu tun. Und nun, da sich die Briten dem Dauer-Brainwash entziehen wollen, prophezeit man ihnen kollabierende Unternehmen, stillstehende Kraftwerke und die Verarmung ganzer Landschaften.

Es liegt an Europas Eliten. „Junckert“ man weiter wie bisher, wird der Kontinent zerfallen. Schaffen sie den Turnaround, indem sie sich zurücknehmen, wo es die Menschen nervt – aber dort mehr Flagge zeigt, wo man sie sehr gerne hätte -, dann wird Europa stärker werden als bisher. Aber dafür braucht es neue Politiker. Solche, die Merkel, Draghi und Juncker nachfolgen.

Michael Hörl ist Wirtschaftspublizist. Sein soeben erschienenes Buch, „Deutschland lügt sich links“ (Erschienen bei Lichtschlag, 452 Seiten)  efasst sich mit den Vor- und Fehlurteilen des linken Mainstreams. Dabei finden auch viele österreichische Fälle („ORF“) in das Werk des Salzburgers.

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