Ministerrat beschließt Neuausrichtung des Bundesheers

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Quelle: SPÖ

Doskozil bei einer Einsatzbesprechung mit Brigadier Zöllner in Spielfeld. Foto: Foto: BMLVS/LANGDoskozil bei einer Einsatzbesprechung mit Brigadier Zöllner in Spielfeld. Foto: Foto: BMLVS/LANG

Das Österreichische Bundesheer wird grundlegend neu strukturiert. Das hat der Ministerrat vor kurzem beschlossen. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil will damit das „Bundesheer modernisieren und auf neue Bedrohungslage einstellen“.

Konkret wurde beschlossen, die Strukturen des Bundesheeres und der Zentralstelle an aktuelle Erfordernisse und zukünftige Herausforderungen anzupassen. Die Ziele sind die Stärkung der Truppe, die Erhöhung der Reaktionsfähigkeit sowie die Ermöglichung schnellerer Abläufe und besserer Koordinierungen. Verteidigungsminister Doskozil betont: „Mein Ziel ist es, das Bundesheer zu modernisieren und zu stärken, um der Sicherheitssituation gerecht werden zu können. Die neue Struktur des Bundesheeres erhöht die Sicherheit für die Bevölkerung. Das Bundesheer wird damit auf die neue Bedrohungslage eingestellt.“ Mit der Neustrukturierung reagiert Doskozil auf die immer stärker in den sicherheitspolitischen Fokus rückenden Bedrohungen etwa durch Terrorismus.

„Wir werden hinkünftig weniger Kommanden haben, wir werden unsere Reaktionsfähigkeit erhöhen, die Einsatzkräfte stärken und die Ministerialbürokratie straffen. So ist das Bundesheer für die Herausforderungen und Aufgabenstellungen der Zukunft bereit“, sagt der Minister.

Eckpunkte der neuen Struktur

Die obere Führung des Österreichischen Bundesheeres wird künftig aus vier Kommanden bestehen: dem Kommando Landstreitkräfte, dem Kommando Luftstreitkräfte, dem Kommando Logistik sowie dem Kommando Führungsunterstützung und Cyber Defence. Die Kaderpräsenzeinheiten sollen bis 2020 auf bis zu 6.000 Soldatinnen und Soldaten aufgestockt werden.

Fünf neue Bataillone werden aufgestellt, um die Einsatzkräfte des Bundesheeres unterstützen. Zudem werden die Militärkommanden in ihrer Verantwortung gestärkt, erhalten unter anderem zusätzlich verstärkt Ausbildungs- und Einsatzführungsaufgaben.

Die Landesverteidigungsakademie in Wien, die Theresianische Militärakademie in Wiener Neustadt und die Heeresunteroffiziersakademie in Enns werden als Militärhochschule unter gemeinsame Leitung gestellt.

Zudem werden folgende Kommanden und Dienststellen dem Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport unmittelbar unterstellt: Heerespersonalamt, Heeresnachrichtenamt, Abwehramt, Jagdkommando, Heeressportzentrum, Heeresgeschichtliches Museum und Dienststellen der Militärseelsorge.

Der bereits beschlossene deutliche Ausbau der Miliz wird weiter fortgesetzt.

Weitere Informationen zur neuen Struktur auf der Website des Bundesheers.

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