Ausbauplan fixiert: Schüler und Eltern profitieren

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Bessere Bildung, mehr Chancen, deutlich weniger Nachhilfekosten: Ganztagsschulen gehört die Zukunft, die Regierung startet daher eine Ausbauoffensive. / Foto: contrastwerkstatt - Fotolia

Bessere Bildung, mehr Chancen, deutlich weniger Nachhilfekosten: Ganztagsschulen gehört die Zukunft, die Regierung startet daher eine Ausbauoffensive. / Foto: contrastwerkstatt – Fotolia

750 Millionen Euro stehen künftig für den so wichtigen Ausbau der Ganztagsschulen bereit. Vor kurzem hat die Regierung fixiert, wie die Mittel verwendet werden. Besonders erfreulich: Echte Ganztagsschulen mit verschränktem Unterricht werden verstärkt gefördert.

In Sachen Bildung ist enorm viel weitergegangen. Bildungsministerin Sonja Hammerschmid hat für viel frischen Wind gesorgt und unser Bildungssystem auf die Überholspur gebracht. Allein in den letzten sechs Monaten hat die SPÖ-geführte Regierung mit dem Schulrechtspaket ( u.a. mehr Sprachförderung und neue Schuleingangsphase), dem umfassenden Schulautonomiepaket (u.a. deutlich mehr Selbstbestimmung und Gestaltungsmöglichkeiten für Schulen, neue Unterrichtsorganisation) und dem  1-Milliarden-Euro-Paket für den Ausbau des Bildungs- und Forschungsangebots (u.a. Ganztagsschulausbau, mehr Fachhochschulplätze) echte Meilensteine auf Schiene gebracht, von denen die SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen genauso profitieren wie die Wirtschaft. Bestes Beispiel dafür ist die Ausbauoffensive bei den Ganztagsschulen. Die SPÖ hat lange für mehr ganztägige Schulen gekämpft. Mit Erfolg: Künftig fließen 750 Millionen Euro in den Ausbau der Ganztagsschulen, die für bessere Förderung, gerechte Bildungschancen, aber auch für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und eine deutliche Senkung der teuren Nachhilfe sorgen. Ziel der Ausbauoffensive ist eine Verdoppelung der bestehenden Plätze. Im Vollausbau soll es für jede Familie im Umkreis von 20 km vom Wohnort ein Ganztagesangebot geben – und damit bessere Bildung und mehr Chancen. Für Bundeskanzler Christian Kern ist dieses „große Paket ein wichtiger Schritt nach vorne“. Bildungsministerin Sonja Hammerschmid betonte, dass es darum geht, „gute, innovative Pädagogik anzubieten“.

Mittelverteilung fixiert

Vor kurzem ist das so genannte Bildungsinvestitionsgesetz in Begutachtung gegangen. Ziel dieses Gesetzes ist es unter anderem, die verschränkte Form der Ganztagsschulen (Wechsel aus Unterricht, Lern- und Freizeit über den ganzen Tag verteilt), aber auch offene Formen (Unterricht am Vormittag, Lern- und Freizeit am Nachmittag) auszubauen und Betreuungsangebote während der Ferienzeiten an den Schulen zu fördern. Das Gesetz regelt zudem, wie die 750 Mio. Euro verteilt werden. Konkret fließen 500 Mio. Euro in den reinen Ausbau von Ganztagsschulplätzen – und zwar sowohl in die verschränkte, als auch in die offene Form. Von den insgesamt 500 Mio. Euro gehen 74 Mio. Euro an Bundesschulen, an diesen existiert bekanntlich bereits ein gutes Angebot.

Förderung für Umstellung auf echte Ganztagsschulen

Weitere 250 Mio. Euro stehen neben dem Ausbau auch für Maßnahmen zur Attraktivierung bzw. Qualitätssteigerung des bestehenden Angebots an Ganztagsschulen bereit. Beispielsweise gibt es eine Förderung für Schulen, die von reiner Nachmittagsbetreuung auf verschränkte Schulformen umsteigen. Gefördert wird aber auch die Umstellung von Horten zu Schulangeboten und die Betreuung an Schulstandorten in den Ferien – was gerade für berufstätige Eltern eine wichtige Verbesserung darstellt. Aus dem 250-Millionen-Euro-Topf wird es aber auch Förderungen geben, um Elternbeiträge für die Ganztagsbetreuung sozial staffeln zu können – ein zentraler Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit. Um Förderung zu bekommen, müssen die Standorte bestimmte Voraussetzungen erfüllen. So muss z.B. die schulische Tagesbetreuung täglich jedenfalls bis 16 Uhr angeboten werden (bei Bedarf bis 18 Uhr), der Betreuungsteil muss durch entsprechend qualifizierte Personen erfolgen. Dadurch wird das vorrangige Ziel des Bildungsinvestitionsgesetzes sichergestellt – nämlich ein deutliches Plus an qualitätsvoller schulischer Betreuung.

„Wichtiger Schritt nach vorne“ und „gute, innovative Pädagogik“: Stimmen zum Ganztagsschulausbau
  • „Mit diesen Zukunftsinvestitionen machen wir einen wichtigen Schritt nach vorne.“ Bundeskanzler Christian Kern
  • „Uns geht es darum, die SchülerInnenzahl in den ganztägigen Schulformen zu steigern und gute, innovative Pädagogik anzubieten.“ Bildungsministerin Sonja Hammerschmid
  • „Die Einigung zum Ausbau der Ganztagsschulen bringt ein flächendeckendes, hochwertiges Angebot“. SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann
  • „Damit wird den Bedürfnissen der Familien Rechnung getragen.“ Landeshauptmann Peter Kaiser
  • „Der Ausbau ist bildungspolitisch der richtige Weg.“ Wiens Stadtschulratspräsident Jürgen Czernohorszky und die Wiener Bildungsstadträtin Sandra Frauenberger
  • „Moderne Ganztagsschulen fördern unsere Kinder, optimieren unser Bildungssystem und ermöglichen auch eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie“. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung.

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