Novemberpogrom-Gedenkfeier: Grüner Walser spricht FPÖ Recht auf Antifaschismus ab

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Quelle: Unzensuriert

Das "Heute"-Interview mit dem Welser Bürgermeister Rabl veranlasste den Grünen Walser zur öffentlichen FPÖ-Belehrung. Foto: unzensuriert.at

Das „Heute“-Interview mit dem Welser Bürgermeister Rabl veranlasste den Grünen Walser zur öffentlichen FPÖ-Belehrung.
Foto: unzensuriert.at
Darauf hat die Welt gewartet: Der grüne Nationalratsabgeordnete und FPÖ-Hasser Harald Walser schickt seinen Erzfeinden via Facebook nun einen Leitfaden für den Umgang mit Antifaschismus. Und bezeichnet als Draufgabe die FPÖ sicherheitshalber als „Nazis“ und Rechtsradikale“.

Welser Bürgermeister gedachte Pogrom-Opfern von 1938

Ursache der Walser’schen Belehrung war ein Interview des freiheitlichen Welser Bürgermeisters Andreas Rabl im Gratisblatt Heute, in dem dieser erklärt, warum er am 9. November zu einer Gedenkveranstaltung für die Opfer der auch als „Reichskristallnacht“ bezeichneten Novemberpogrome und den 9. November 1938 eingeladen hatte.  Auf die provokante Frage des Heute-Journalisten, ob er damit „der Antifa die Show stehlen wolle“, sagte Rabl:

Gedenken hat keine politische Zuordnung. Mir ist das ein wichtiges Anliegen, deshalb mache ich die Veranstaltung. Ich glaube, dass jeder ein Recht auf Antifaschismus hat, unabhängig von der politischen Einstellung.

„Wels ist ein Hotspot für Neonazis“

Das konnte der grüne Walser dem blauen Rabl nicht durchgehen lassen, sehen sich die Grünen doch offensichtlich als Erfinder und alleinige Pfleger des wahren Antifaschismus. Also schrieb Walser den Rechten ins Stammbuch, pardon – Facebook:

Ich will dem Welser FPÖ-Bürgermeister Rabl den Antifaschismus keinesfalls nehmen, aber da die FPÖ damit ja wenig bis keine Erfahrung hat, gebe ich ihm ein paar Tipps mit:

Antifaschismus ist NIE unabhängig von der politischen Einstellung. Autoritarismus, Rassismus, Sexismus sind mit einer antifaschistischen Haltung nicht vereinbar. Hier gibt es nur ein Entweder-oder. Rabl kann sich entscheiden und dann gleich in der eigenen Partei aufräumen. Wels ist ein Hotspot für Neonazis. Hier sollte Rabl die Ärmel aufkrempeln und Gegenmaßnahmen einleiten, und zwar sofort!

Es gibt kein „Recht“ auf Antifaschismus, sondern die Pflicht dazu. Gerade in Österreich. Daher werden wir dieser FPÖ, die das Gegenteil von Antifaschismus repräsentiert, unsere antifaschistische Haltung mit aller Kraft entgegensetzen.

„FPÖ-Spitze trifft sich mit Rechtsradikalen und Nazis“

Ein offensichtlicher Gesinnungsgenosse des grünen Oberbelehrers kommentierte dessen Sermon:

wäre glaubhafter, wenn sich die fpö spitze nicht immer wieder mit rechtsradikalen und nazis treffen würde.(Rechtschreibfehler aus dem Original übernommen).

Walsers Antwort:

Naja, dann dürften sie sich selbst nicht mehr treffen …

PS an den oberg’scheiten FPÖ-Belehrer: Um irgendwo „Antifaschismus“ auszuüben, bedarf es vorher logischerweise eines Faschismus. Eine solche Bewegung gab es in Italien zwischen 1921 und 1943 unter dem „Duce“ Benito Mussolini und seiner Partei Partito Nazionale Fascista. In Österreich oder Deutschland gab es nie eine deklariert faschistische Bewegung, sondern zunächst einen Ständestaat und danach den Nationalsozialismus…

Aber – wie sich auch in der aktuelle Facebook-Kommunikation zeigt – ist der Antifaschismus, wie ihn Grüne und Co. verstehen, ohnehin hauptsächlich gegenwartsbezogen und nimmt das Gedenken an historische Verberchen lediglich als Deckmantel, um den eigenen intoleranten Politikstil gegenüber Andersenkenden zu legitimieren.

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