Wahlkampfauftakt Van der Bellens mit dem „Spesen-Ritter“ Othmar Karas & anderen

Gepostet am

Quelle: Unzensuriert

Hoffentlich bekommt Herr Karas für seine Rede zum Wahlkampfauftakt einen Spesenersatz - immerhin war er wirklich dort. Foto: Foto-AG Gymnasium Melle / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Hoffentlich bekommt Herr Karas für seine Rede zum Wahlkampfauftakt einen Spesenersatz – immerhin war er wirklich dort.
Foto: Foto-AG Gymnasium Melle / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Man könnte sich etwa an das Jahr 2004 erinnern, wo dem damaligen Schatzmeister der Europäischen Volkspartei, Othmar Karas, mehrere kleine Missgeschicke passierten, die der lästige EU-Rebell Hans-Peter Martin ohne Genierer an die Öffentlichkeit brachte, um den ÖVPler anzupatzen.

Denn dass Karas sich irrtümlich in Anwesenheitslisten an solchen Tagen eingetragen hatte, wo gar keine EU-Parlamentssitzungen stattgefunden hatten und dafür 262 Euro Taggeld kassierte, war einfach seiner völligen Arbeitsüberlastung zu verdanken und mit Sicherheit nicht der EU-Spesen-Skandal, den Hans-Peter Martin dann aufgedeckt haben wollte.

Kommentar von Unzensurix

Und auch diese längst verjährte Geschichte über eine angebliche Invaliditätspension nach seinen beiden Autounfällen (1981, 1986) ist wahrscheinlich gar nicht wahr oder wenigstens nicht so wahr, dass man Karas Vorwürfe deswegen machen könnte, zumal er ja durch seine fleißige Polit-Tätigkeit sowieso stets bewiesen hat, dass er jedes (welches) Geld (auch immer) wert ist, dass man in ihn hineingesteckt hat. Invalidiät hin oder her.

In Brüssel stolpert man einfach über Lobbyisten

Dummerweise gibt es noch weitere klitzekleine Ungereimtheiten, die aber Karas mit eigenen Worten ins rechte Licht rückt. Sein Satz, „Ich spreche mit jedem, lasse mir aber von niemandem die Hand führen“, bezog sich auf 2014 gemachte Vorwürfe, dass er ein Naheverhältnis zur Tabakindustrie gezeigt haben soll. Dabei hatte Herr Karas mit Garantie doch nur völlig unverbindliche Worte mit den wie Fliegen in Brüssel herumschwirrenden Lobbyisten gewechselt.

Und wenn welche darunter gewesen sein sollen, die man mit  Philip Morris Deutschland oder dem japanischen Tabakkonzern JTI in Verbindung bringen konnte, war das purer Zufall und keineswegs mit irgendeiner lobbyistischen Absicht verbunden. In Brüssel begegnet man eben vielen Menschen…

Karas ebenso für „Vereinigte Staaten von Europa“

Und Herrn Karas selbst kann man wenigstens derzeit in Österreich begegnen, weil es sich der ÖVP-Delegationsleiter im Europäischen Parlament nicht nehmen ließ, seine ehrliche und brav europäische Gesinnung in den Präsidentschaftswahlkampf einfließen zu lassen.

Dass diese Gesinnung ziemlich grün angehaucht ist, ist nichts Neues. Hat er doch bereits längst (auch bei der letzten Stichwahl) erkannt, dass nur einer der beiden Kandidaten für die Stichwahl bereit sein möchte, Österreichs Souveränität auf dem Altar einer zentralistischen EU zu opfern, um aus der derzeitigen EU-Staatengemeinschaft so etwas wie „Vereinigte Staaten von Europa“ zu konstruieren.

Riege glückloser Politiker

So warb der wackere Herr Karas ja sogar als Hauptredner am Wahlkampfauftakt des Unabhängigsten der Unabhängigen, um noch unentschlossene Wähler ins Boot zu holen. Ob sich allerdings dieses Boot nicht alsbald als sinkendes Schiff erweisen könnte, sollte man lieber nicht ausprobieren, wenn man sich ansieht, welche weitere glücklose Politiker für den grünen Kandidaten werben.

Vertrauensindex einer Tarockier-Runde

Dass eine alternde LIF-Heide Schmidt darunter ist, wundert wenig. Und auch die Ex-Parteichefs der ÖVP Erhard Busek, Wilhelm Molterer und Josef Riegler zeigen eher den Vertrauensindex einer Tarockier-Runde, als dass man ihnen zutrauen würde, die derzeitigen Probleme Österreichs (Migration, Gewalt, offene Grenzen etc.) überhaupt zu erkennen. Dito die Herren Franz Fischler und Josef Pröll.

Karas Wahlwerbung dürfte Schuss in den Ofen sein

Und da nun endlich auch der zukünftige Ex-ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner das Geheimnis gelüftet hat, wem er sein Kreuzerl geben wird (VdB), ist die Entscheidung für den Österreicher (und wohl für viele ÖVP-Wähler, die ihre Partei immer noch lieben) tatsächlich ungemein leichter geworden, wem man die Stimme bei der Bundespräsidentenwahl anvertrauen muss, damit Österreich nicht völlig den Bach hinuntergeht.

So sollte man nicht auf Othmar Karas klitzekleinen Fehlern (siehe oben) herumreiten und ihm durchaus dankbar dafür sein, dass er gerade Kraft seiner ambivalenten Persönlichkeit eindrucksvoll beweist, wen man mit Sicherheit nicht und wen schon wählen sollte. VdB wird das möglicherweise weniger gefallen…

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s