Pakistan: Regierung lässt Strafgefangene zum Ende des „Jahres der Barmherzigkeit“ frei

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Zum Ende des „Heiligen Jahres der Barmherzigkeit“ wurden 69 Strafgefangenen aus der Vollzugsanstalt in Faisalabad frei gelassen. In den kommenden Tagen sollen auch Inhaftierte aus anderen pakistanischen Gefängnissen entlassen werden.

Damit kommen der christliche Minister für Menschenrechte, Kamran Michael, Bischof Joseph Arshad von Faisalabad sowie Vertreter aus Gemeinden, Politik und Justiz der Bitte von Papst Franziskus nach einer Geste der Barmherzigkeit entgegen.

Richter Abid Hussain Qureshi veranlasste die Freilassung von insgesamt 69 Strafgefangenen, die sich noch in Haft befanden, weil sie die mit dem Urteil verbundenen Geldstrafen nicht bezahlen können. „Die Geldstrafen sollen aus einem Sonderfonds der Regierung bezahlt werden“, erklärte Kamran Michael.

Aktion „inspiriert am Geist von Franziskus“ und zur Reduzierung der Häftlingszahlen

„Die Regierung brachte Rehabilitations- und Bildungsprogramme auf den Weg, damit die ehemaligen Strafgefangenen zu verantwortlichen Bürgern werden und wieder in die Gesellschaft integriert werden“, so der Minister weiter. „Die Initiative inspiriert sich am Geist von Papst Franziskus für dieses ‚Heilige Jahr der Barmherzigkeit‘, indem sie diesen Inhaftierten wieder die Freiheit zurückgibt“. Diese Politik ziele auch darauf ab, so der Minister abschließend, die Zahl der Inhaftierten in pakistanischen Gefängnissen zu reduzieren.

In Pakistan gibt es insgesamt 88 Vollzugsanstalten, in denen über 80.000 Strafgefangene untergebracht sind, von denen 70% noch auf ein Urteil warten. Offiziell können in den Vollzugsanstalten des Landes insgesamt 46.000 Inhaftierte untergebracht werden, weshalb alle Einrichtungen überfüllt sind.

In ihrem Bericht 2015 hatte die „Pakistanische Kommission für Menschenrechte“ unter anderem „Misshandlungen und Folter“ dokumentiert, „während in den Vollzugsanstalten doppelt so viele Menschen leben, wie zugelassen sind, so dass es in einigen Zellen nicht einmal ein Bett für die Gefangenen gibt“.

(Quelle:fides.org)

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