Norbert Hofer: „Ich möchte mit meiner Geradlinigkeit alle Menschen ansprechen!“

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ATV-Wahlduell: Moderierte Diskussion zwischen Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen

v.l.: Alexander Van der Bellen, Martin Thür und Norbert Hofer

Einer der längsten Wahlkämpfe in Österreich geht in die entscheidende Phase: Am Sonntagabend diskutierten die beiden Bundespräsidentschaftskandidaten Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen beim ATV-Wahlduell miteinander – diesmal jedoch wieder mit Moderation.

Ein offenes Ohr für die Bürger

Anfangs stellte Norbert Hofer klar, dass er in den ersten 100 Tagen als Präsident seine Wahlversprechen einhalten und die Auslandsreisen antreten würde. Besonders wichtig seien ihm vor allem die Sprechtage in den einzelnen Bundesländern, da er ein offenes Ohr für die Sorgen der Bürger haben möchte. Hofer stellte zudem klar, dass die FPÖ diesmal die Wahl nicht anfechten wird. „Ich bin davon überzeugt, dass die Wahl ohne Probleme ablaufen wird“, so Hofer.

„Demokratische Wahlen müssen akzeptiert werden“

In Bezug auf den Wahlkampfstil in den USA merkte Hofer an, dass er diesen nicht für gut befinde, er jedoch in Österreich nicht in diesem Ausmaß stattfinde. Man müsse einen Wahlkampfstil finden, der dem Ansehen Österreichs nicht schade. Ein Schaden für das Land seien eher die Aussagen Van der Bellens zu Trumps Wahlsieg, bei denen er das Wahlergebnis als „Schock“ bezeichnete. „Demokratische Wahlen müssen akzeptiert werden. Die US-Bürger haben das entschieden und ein Staatsmann darf einen gewählten Präsidenten nicht kritisieren“, so der FPÖ-Kandidat. Er betonte zudem, dass er sich auch für andere Auslandsbeziehungen bemühen werde. In diesem Zusammenhang kritisierte er die deutsche Kanzlerin Merkel und ihre Vorgehensweise bei der Flüchtlingspolitik. „Wir schaffen das – wer sind wir? Die österreichischen oder die deutschen Steuerzahler? Durch diese Worte wurden tausende von Flüchtlingen nach Europa gelockt, viele davon waren Wirtschaftsflüchtlinge“, kritisierte Hofer.

Norbert Hofer möchte alle Menschen ansprechen

Im Zuge des Wahlkampfes sprach Van der Bellen des Öfteren von seinen großen Unterstützern – sei es sein prominentes Unterstützungskomitee oder die öffentlichen Wahlempfehlungen von aktuellen Politikern. Norbert Hofer hingegen will nicht bestimmte Wählergruppen überzeugen, seine Unterstützer seien die Menschen. „Ich möchte mit meiner Geradlinigkeit alle Menschen ansprechen. Außerdem glaube ich nicht, dass ein ÖVP-Wähler davon begeistert ist, dass ein Bundespräsident Van der Bellen von Kommunisten unterstützt wird“, so Hofer, der dabei eine kommunistische Gruppe erwähnt, die in seiner Heimatgemeinde Pinkafeld Naziplakate platziert hat. In diesem Zusammenhang kritisierte Hofer auch die Anti-Hofer-Kampagne des bekannten Van der Bellen-Unterstützers Hans Peter Haselsteiner, der ihn erst kürzlich aufgrund seiner Behinderung öffentlich beleidigte. „Ich habe eine dicke Haut, aber Beleidigungen über meine Behinderung finde ich nicht mehr in Ordnung“, stellte Hofer klar. Hier seien auch die vielen „Hasspostings“ im Internet gegen seine Person gemeint, bei denen oft von „Krüppel“, „Nazi“ oder sogar  von Todeswünschen die Rede ist. Aus diesem Grund forderte Hofer alle diese Menschen auf, solche Postings in Zukunft zu unterlassen. „Ich bitte die Menschen, das nicht zu tun. Man schadet nicht dem anderen Kandidaten, sondern man schadet dem Amt und somit Österreich. Wir müssen hier einfach zusammenhalten“, so Hofer.

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