Was wir im Irak zurücklassen

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Grüß Gott und guten Tag, Hans-Georg,

Vor einigen Stunden hat das Expeditionsteam von CitizenGO den Irak verlassen (ich selbst werde auf eigene Kosten noch einige Tage vor Ort bleiben).

Wir lassen Hoffnung zurück – und die Erkenntnis, dass noch viel mehr Hilfe nötig ist!

Wir kehren zurück in den Komfort und die Sicherheit unserer Häuser im Westen, doch wir lassen einen Teil unseres Herzens hier und tausende Geschichten und Erfahrungen von Leiden, Opfer, Heldenmut, Schmerz und Hoffnung. Die Geschichten von Menschen wie Ihnen und mir, die in vielen Fällen alles, was sie besaßen, verloren haben.

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Kulmbacher Pfarrer für Grenzen und gegen Heimathass der Kirchen-Oberen

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Quelle: Unzensuriert

In der lutherischen Kulmbacher Petrikirche werden Grenzen noch verteidigt - auch gegen "falsche Propheten" aus der Kirchenführung. Foto: H. Helmlechner / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)

In der lutherischen Kulmbacher Petrikirche werden Grenzen noch verteidigt – auch gegen „falsche Propheten“ aus der Kirchenführung.
Foto: H. Helmlechner / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)

Zum „Austilgen“ von „geschlossener Heimat mit Grenzen“ hat der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck in seiner Osterbotschaft aufgerufen. Trotz täglicher Gewaltverbrechen und immer weiter auseinanderdriftenden Kulturkreisen sollte man sich nicht der „Nostalgie und falschen Sehnsucht nach einer geschlossenen Heimat“ hingeben.

Einen ganz anderen Ton schlägt hingegen der evangelisch-lutherische Pfarrer von Kulmbach, Gerhard Bauer, an und muckt auf gegen die in der Kirchen-Obrigkeit – vor allem aber auch der evangelischen Gemeinde – weit verbreitete Willkommenskultur. Wenn ein Politiker die Staatsgrenzen seines Landes schützen wolle, sollte er sich nicht rechtfertigen müssen, konterte der Lutheraner in einem am Karfreitag veröffentlichten Zeitungsbeitrag.

Mutige Worte aus einer kleinen Pfarre

Von dem Wunsch nach einem Mauerfall während der deutschen Teilung auf ein generelles Problem mit Mauern zu schließen, sei falsch, so der Geistliche. Sie seien weder unmoralisch noch unchristlich sondern oftmals notwendig, um Sicherheit zu gewährleisten.

Bauer stößt damit in ein ganz anderes Horn als der politisch indoktrinierte Essener Bischof und scheut sich nicht davor, seine Meinung auch öffentlich kundzutun. Er sei beispielsweise froh, dass sein Wohnhaus eine Außenmauer habe, weil er so bestimmten könne, wer hinein komme und wer nicht. „Eine grenzenlose und mauerfreie Gesellschaft oder Ordnung der Völker wird es wohl erst im Reich Gottes geben. Wer das für diese Welt durchsetzen will oder davon schwärmt, ist ein Schwärmer oder gar ein falscher Prophet“, schreibt er auf der Plattform infranken.de.

SPD schießt sich auf konservativen österreichischen Weihbischof Laun ein

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Quelle: Unzensuriert

Gegen den Salzburger Weihbischof Andrea Laun haben vier SPD-Politiker Anzeige erstattet. Foto: Thaler Tamas / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)

Gegen den Salzburger Weihbischof Andrea Laun haben vier SPD-Politiker Anzeige erstattet.
Foto: Thaler Tamas / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)

Seit jeher hat der Salzburger Weihbischof Andreas Laun als einer der einzigen kirchlichen Vertreter eine klare konservative Meinung zu den aktuellen Entwicklungen in unserer Gesellschaft. Die Genderideologie bezeichnete er unlängst als „Lüge des Teufels“, um es polemisch auszudrücken. Aber auch homo- und transsexuelle Männer bezeichnete er als „gestört“. Dass er sich die Freiheit dieser Meinung nahm, stieß einigen deutschen SPD-Politikern sauer auf und sie zeigten ihn bei der Staatsanwaltschaft an.

Weihbischof im Visier der Genderideologen

Der Bundestagsabgeordnete Karl-Heinz Bunner und seine Kollegen Eva Högl, Johannes Kahr und der Vize-Chef der Arbeitsgemeinschaft „SPDqueer Berlin“, Christopher Jäschke, brachten eine Strafanzeige gegen den Bischof ein. Grund dafür war ein sogenannter „Hirtenbrief“, veröffentlicht auf der österreichischen Internetseite kath.net, in dem Schwule, Lesben und Bisexuelle als „gestörte Männer und Frauen“ bezeichnet wurden.

Auch die Nazikeule packte das Quartett kurzerhand aus und verglich Launs Meinung mit der Rassenlehre der Nationalsozialisten.

Über ein Rechtshilfeersuchen soll die Staatsanwaltschaft Berlin nun grenzübergreifend tätig werden und eine Verfolgung von Bischof Laun und dem Betreiber der katholischen Internet-Plattform mit Sitz in Linz erreichen, berichteten die Salzburger Nachrichten.

Laun nimmt sich kein Blatt vor den Mund

Als „letzter Aufrichtiger“ der österreichischen katholischen Kirche ließ sich der Weihbischof auch in der Vergangenheit (unzensuriert berichtete) nie den Mund verbieten und sprach sich etwa im Bundespräsidentschaftswahlkampf 2016 klar für den freiheitlichen Kandidaten Norbert Hofer und dessen konservativen Standpunkte aus.

Linz: Gemeinderat lehnt Antrag für Obdachlosenhilfs-Aktion ab

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Quelle: Wochenblick

Symbolfoto: Fotolia / zinkevych

Die Obdachlosenhilfe von Walter Kreische ringt weiter um finanzielle Hilfe. Das endgültige Aus konnte zwar abgewendet werden, doch die Adaptierung des neuen Lagers erfordert dringende Spenden.

Gefunden hat Kreische das Lager wohlgemerkt ohne Hilfe der Politik – ein diesbezüglicher Antrag für Hilfe ging im Linzer Gemeinderat nicht durch. SPÖ, ÖVP, Grüne, NEOS und KPÖ enthielten sich geschlossen der Stimme.

Zu wenig Geld

Während diverse andere Parteien (die sich der Stimme enthalten haben) gegenüber dem „Wochenblick“ zu keiner Stellungnahme bereit waren, zeigte man sich bei den Linzer Grünen sofort gesprächsbereit.

Klubobfrau der Grünen im Linzer Gemeinderat Ursula Roschger erklärt auf „Wochenblick“-Anfrage die Stimmenthaltung plausibel mit den fehlenden Kapazitäten der Stadt Linz: „Es gibt sehr viele solcher Vereine, die Unterstützung bräuchten. Wir haben natürlich nichts gegen das Projekt, aber es fehlen einfach die Möglichkeiten. Es wäre ungerecht, einem bestimmten Verein die Unterstützung zu gewähren und anderen nicht“, so die Klubobfrau.

Roschger zeigt Verständnis, bekräftigt aber, dass für solche Initiativen im gesamten zu wenig Geld da sei und eine detailliertere Planung notwendig sei. Sie kritisierte außerdem den Antrag als zu unkonkret, da „zur Verfügung stellen“ vieles bedeuten könne.

Stimmenthaltung „feige“

Walter Kreische, Initiator der „Obdachlosenhilfsaktion“, sagt gegenüber dem „Wochenblick“: „Für mich ist das die feigste Art, nein zu sagen!“ Der 53-jährige betreibt gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin die private Hilfsinitiative, von der seit über vier Jahren in Oberösterreich 14 Einrichtungen beliefert werden.

Am 6. April wurde im Linzer Gemeinderat von der FPÖ-Fraktion der Antrag eingebracht, „der Obdachlosenhilfsaktion Lagerräumlichkeiten von circa 100-150m² zur Verfügung zu stellen“. Durch Stimmenthaltung von SPÖ, ÖVP, Die Grünen, NEOS, und KPÖ wurde der Antrag mehrstimmig abgelehnt.

Haben österreichische Obdachlose die falsche Nationalität?

„Ein österreichischer Obdachloser hat es ungleich schwerer als so mancher Asylwerber, denn ohne Wohnung und somit ohne Meldeadresse wird keinerlei Unterstützung, auch keine Mindestsicherung, ausbezahlt. Vor diesem Hintergrund gleicht die ablehnende Haltung aller übrigen Fraktionen gegenüber der Obdachlosenhilfsaktion einer Farce“, betont der FP-Gemeinderat Manfred Pühringer.

Österreichische Obdachlose hätten scheinbar die falsche Nationalität, gibt Pühringer zu bedenken.

Kreische ist nun erleichtert

Ein Aufruf in Kreisches Facebook-Gruppe „obdachlosenhilfsaktion.at“ brachte zwar neue Unterstützer auf den Plan, reichen tut es aber immer noch nicht wirklich.

„Ich bin in einer Zwickmühle, weil ich einerseits keinen finanziellen Rahmen habe, die Unternehmen jedoch eine verbindliche Zusage in Form eines unterschriebenen Mietvertrags wollen. Aus meiner eigenen Tasche kann ich das leider nicht bezahlen“, sagte Kreische zum „Wochenbeginn“ noch verzweifelt.

Nun ist zum Glück das Lager gefunden, muss aber noch hergerichtet werden um für das Lagern und Umschlagen der Hilfsgüter geeignet zu sein. Dafür ist Kreische auf Spenden angewiesen.

„Wochenblick“-Aufruf: Spender gesucht

Bereits im vergangenen Dezember rief der „Wochenblick“ zu einer Spendenaktion für die Obdachlosenhilfe von Walter Kreische auf. Nun braucht Kreische erneut Hilfe für sein neues Lager, um die Hilfsgüter unterzubringen, die an die Einrichtungen geliefert werden.

Sie erreichen die Initiative von Walter Kreische über die Seite www.obdachlosenhilfsaktion.at oder in der Facebook Gruppe „obdachlosenhilfsaktion.at“.

„VdB-Bild aufhängen – oder Sie werden gestraft!“

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Quelle: Heute

Bürger in Wels (OÖ) bekamen jetzt einen ominösen Brief. Darin werden sie aufgefordert, ein Präsidentenbild aufzuhängen – sonst droht eine Strafe.

storybildDie Welser bekamen ein Schreiben, in dem sie aufgefordert werden, ein Foto von VdB aufzuhängen. (Bild: Reuters/Leonhard Foeger)

Geldstrafe für alle, die kein VdB-Bild in der Wohnung oder im Haus aufgestellt haben? Kann das wirklich sein?

Das fragten sich auch die Welser, die jüngst diesen Brief bekommen haben. Übrigens: mit einem beiliegenden Foto von Van der Bellen – damit die Empfänger es gleich aufhängen können, falls sie keines haben.

Welser Bürger haben sich daraufhin beim freiheitlichen Bürgermeister Andreas Rabl beschwert. Denn: Auf den ersten Blick sah es so aus, als hätte er das Rundschreiben geschickt. Am Brief ist nämlich das kopierte Logo des Innenministeriums zu sehen und als ausführende Behörde das Magistrat Wels (bzw. Bürgermeister Rabl als dessen Chef) angegeben.

Deshalb zog der Freiheitliche jetzt die Konsequenzen. „Der Inhalt des Schreibens ist natürlich eine plumpe Fälschung. Wir haben das Schreiben jedenfalls bei der Polizei zur Anzeige gebracht“, erklärt Bürgermeister Rabl.

Dieses Schreiben erhielten die Welser:

Digitaler Zensur den Kampf ansagen

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Sehr geehrter Herr Peitl,

so hatte Bundesjustizminister und Zensurpapst Heiko Maas sich das sicherlich nicht gedacht: Sein geplantes Netzwerkdurchsetzungsgesetz zur Bekämpfung unliebsamer und regierungskritischer Meinungen wird mittlerweile nicht nur von Verfechtern der freien Meinungsäußerung kritisiert. Es formiert sich nun auch in den Reihen von SPD und Union Widerstand gegen des Ministers totalitäre Forderung.

Laut einem Bericht des Spiegels stellten Politiker der Union das Grundkonzept für das komplette Regelwerk infrage. Die SPD-Vizefraktionschefin Eva Högl warnte vor einem „schrankenlosen Auskunftsanspruch“. Es bleibt zu hoffen, daß noch mehr Angehörigen des Establishments endlich die Schuppen von den Augen fallen.

Heiko Maas wird gegen allen Widerstand versuchen, sein totalitäres Gesetz bis Ende Juni verabschieden zu lassen, damit es vor der Bundestagswahl im Herbst in Kraft treten kann. Wir haben also nicht mehr viel Zeit. Im Namen der Freiheit werden wir alles daran setzen, Heiko Maas in die Schranken zu weisen.

Helfen Sie heute mit, indem Sie hier an einem weiteren Durchgang auf unserem Abgeordnetencheck „Stoppt die digitale Zensur“ teilnehmen. Über 106.000 Petitionen haben Sie so bereits an ausgewählte Volksvertreter gesandt.

Das Establishment muß merken, daß der Widerstand in den Reihen der Bürger unaufhaltsam wächst. Lassen Sie uns weiter zusammen gegen das Unrecht kämpfen. Bevor es zu spät ist.

Mit den besten Grüßen bin ich Ihre


Beatrix von Storch

Grünen-Chefin auf Abruf: Keiner will Glawischnig, aber auch keiner ihren Job

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Quelle: Unzensuriert

Grünen-Chefin Eva Glawischnig ist zunehmend isoliert: Wie lange bleibt sie noch an der Parteispitze? Foto: NFZ

Grünen-Chefin Eva Glawischnig ist zunehmend isoliert: Wie lange bleibt sie noch an der Parteispitze?
Foto: NFZ

Die (Noch-)Chefin der Grünen, Eva Glawischnig, hat es momentan wahrlich nicht einfach. Ausgerechnet der Standard, so etwas wie die inoffizielle Parteizeitung, tritt mit seiner Berichterstattung eine offene Führungsdebatte los, Parteigranden äußern massive Kritik am Führungsstil und legen Glawischnig den Rücktritt nahe, die Jugend rebelliert – zumindest medial – erfolgreich, und die verbliebenen, treuen Anhänger der Obfrau sind mittlerweile an einer Hand abzuzählen. Die Grünen am Boden – eine Bestandsaufnahme.

Massive Unzufriedenheit mit der Parteiführung

Die Unzufriedenheit mit der Parteiführung Glawischnigs kulminierte nun in der Auseinandersetzung mit der eigenen Parteijugend. Diese wirft ihrer Ex-Chefin vor, das Gespräch zu verweigern und die Partei generell autoritär zu führen. Wie wenig auch Parteikollegen von Glawischnig und dem erweiterten Bundesvorstand halten, wurde erst so richtig nach dem Parteiverweis der Jugend deutlich. Vor allem die Landesparteien kritisierten das Vorgehen scharf. Am deutlichsten wohl der Tiroler Klubchef Gebi Mair, der nicht nachvollziehen konnte, „was die Bundespartei da machte“.

Oder  der Landessprecher der Wiener Grünen, Joachim Kovacs, der in einem Presse-Gastkommentar von einem „großen Fehler“ sprach und zu einer „Nachdenkpause“ riet. Ebenso die Salzburger Landesrätin und Grüne Parteichefin Astrid Rössler, die an der fehlenden Kommunikation in der Causa Anstoß nahm. Und nicht zuletzt der steirische Landessprecher Lambert Schönleitner, der die Trennung von der Jugend „lieber nocheinmal überdacht“ hätte. Noch deutlicher wurde die burgenländische Landessprecherin Regina Petrik – „zufälligerweise“ Mutter der Vorsitzenden der jungen Grünen, Flora Petrik, – die den jungen Grünen offen weiterhin die Kooperation anbot. All das kann als Aufstand gegen Glawischnigs Führungsstil und zum Teil als offene Befehlsverweigerung gewertet werden.

Parteigranden wenden sich ab

Aber auch altgediente Parteigranden der Grünen wenden sich von ihrer Chefin ab. So eröffnete den Reigen, nicht zum ersten Mal, Peter Pilz, der den Grünen angesichts ihrer Stagnation in der Wählergunst zu mehr Volksnähe riet und sich zum Beispiel auch klar gegen türkische Doppelstaatsbürger aussprach. Damit riskierte er prompt einen Disput mit Glawischnig, der medial ausgefochten wurde. Zuletzt kritisierte auch das Grün-Urgestein Johannes Voggenhuber den Auftritt der Parteichefin in der ORF-Diskussionssendung „Im Zentrum“. Auf Facebook drückte er seine Kritik unverblümt aus.

https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fjohannes.voggenhuber%2Fposts%2F1396480773766008&width=720&show_text=true&height=259&appId

Keiner will Glawischnig helfen

Die TV-Debatte im ORF bewies auch eines: Kein Grüner will sich anscheinend öffentlich für Glawischnig die Finger verbrennen, und so lag es an einem, der für seine politischen Argumente normalerweise Geld kassiert. „Im Zentrum“ war es der umstrittene Polit-Berater Rudi Fußi, den unzensuriert bereits eingehend portraitierte. Zur Auswahl des Talkgastes in der pikanterweise von Lothars Lockls Ehefrau Claudia Reiterer moderierten und von den Freiheitlichen als Therapiesitzung verspotteten Diskussion bemerkte Voggenhuber: „Anstelle eines ‚Anwalts‘ für die rebellierenden Jungen brauchte man nun einen rhetorischen Bullterrier“. Fußi musste sich für Glawischnig ins Zeug legen, weil es wohl kein Grüner tun wollte.

Standard vs. Grüne: Glawischnig und die „Dancing-Star“-Atmosphäre

Im sonst sehr pro-grün berichtenden Standard wurden überhaupt erst die Gerüchte über eine mögliche Ablöse der Grünen-Chefin durch den Wahlkampfmanager Alexander Van der Bellens, Lothar Lockl, laut. Am 9. April legte man mit einem Kommentar nach. Glawischnig sei der „Häupl der Grünen“. Von ihr gingen seit geraumer Zeit keine politischen Innovationen mehr aus, viel eher begnüge sie sich mit der „Eleganz ihrer öffentlichen Auftritte“, etwa in Modemagazinen, die jedoch nicht dem Grünen Zielpublikum entsprächen.

„Die ‚Dancing-Star‘-Atmosphäre, in die ihr Ehemann Volker Piesczek mit der laufenden Staffel der ORF-Tanzshow eingetaucht ist, beeinflußt ihre Präsenz mehr als die harte politische Straßenarbeit ihrer Jugend. Glawischnig passt derzeit besser zu den Neos. Oder zu einer neuen Partei rund um Irmgard Griss“, so die wenig schmeichelhafte Conclusio von Standard-Altkolumnist Gerfried Sperl. der 76-Jährige ist sicherlich niemand, der aus Studentenheim-Solidarität mit jungen grünen Aktivisten rund um Flora Petrik zur Feder greift. Letztlich legt er Glawischnig den Rücktritt nahe.

Wer hält Eva noch die Stange?

Bei der Suche nach den (öffentlichen) Unterstützern der Grünen-Chefin tut man sich mittlerweile weit schwerer als nach ihren Widersachern. Michel Reimon wäre zu erwähnen, der EU-Abgeordnete, der im Zuge des Streits scharf gegen die Parteijugend wetterte. Das Vorstands-Mitglied der Grünen schrieb auf Facebook in Richtung Jugend einen langen Brief mit viel interner Schmutzwäsche:

https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fmichel.reimon%2Fposts%2F10212116332214189&width=720&show_text=true&height=265&appId

Die Kritik kommt nicht von ungefähr, hat doch Reimon mit der Familie Petrik eine Rechnung zu begleichen. Denn es war die Mutter der Vorsitzenden der Jungen Grünen, Regina Petrik, die Reimon seinerzeit als Landeschef der Grünen im Burgenland ablöste. Reimon war daraufhin auf berufspolitischer Herbergssuche, bis für ihn ein Platz im EU-Parlament frei wurde, wo er seither gerne den polternd-pöbelnden, aber gut bezahlten „Rebellen“ gibt.

Präsidentschafts-Sieg nutzte Grünen nicht

Fakt ist auch: Die Grünen haben nicht vom Bundespräsidentenwahlkampf und dem Sieg Alexander Van der Bellens profitiert. Das verdeutlichte zuletzt auch das schwache Abschneiden bei der Gemeinderatswahl in Graz. Im Gegenteil, die Partei wurde schwächer, sieht man sich den Umfrageverlauf bezüglich Neuwahlen an. Wurden die Grünen vor einem Jahr bei 12 bis 14 Prozent gehandeln, liegen sie nun meiste zwischen 10 und 12. Warum der Rückgang?

Weil der Erfolg Van der Bellens in erster Linie nichts mit den Grünen als Partei zu tun hat. Zu verdanken hatte Van der Bellen den Sieg primär seinem Manager Lothar Lockl, der das Wahlkampfteam völlig abgekoppelt von der Bundespartei aufgestellt hat. Mit einem eigenen Verein, eigener Infrastruktur, überparteilichem Unterstützungskomitee, etc. Nur nicht an den Grünen anstreifen, schien seine Devise, und die Partei – allen voran ihre Obfrau Glawischnig – hatten auch ein Jahr lang brav zu kuschen und den Wahlkampf nicht mit Grün-Themen zu stören.

Wenn es auch nicht allzu grün war, Erfolg macht sexy. Und so kam es nicht von ungefähr, dass das grüne Hausblatt Standard Lockl als möglichen neuen Chef präsentierte. Der medial Umworbene selbst hat aber schon abgewunken. Ob der Kenntnis des „Grünen Haufens“, den er ja schon bei der Bundespräsidentenwahl gemieden hat, wird er den Job wohl eher nicht machen wollen.

Fazit: Glawischnig bleibt (isoliert)

Andere ernstzunehmende Kandidaten für den Grünen Chefsessel sind ebenfalls derzeit nicht in Sicht. Der Standard spekuliert einerseits mit Reimon, da Pilz als „zu radikal“ gelte und Maria Vassilakou „zu ortsgebunden“ sei. Andererseits aber auch mit der Tiroler Vizelandeshauptfrau Ingrid Felipe. Sie wäre ein „Aufbruch und Neubeginn“ für die Partei und immerhin „zehn Jahre jünger als Glawischnig und Vassilakou“. Doch an der vom Standard vertretenen Insider-Meinung, Felipe sei wie Glawischnig in blassgrün, ist durchaus etwas dran. Und Reimon? Der ist über Twitter hinaus praktisch unbekannt, schaffte es 2013 auf keinen wählbaren Platz für die Nationalratswahl und setzte 2014 sich im Rennen um ein EU-Mandat nur mit Ach und Krach gegen die in der Partei auch nicht besonders beliebte Madeleine Petrovic durch.

Solange sich keine Alternative offen positioniert, wird Glawischnig weiterhin Grünen-Chefin bleiben (außer sie geht von selbst, was sie jüngst gegenüber den Medien ausgeschlossen hat). Doch um welchen Preis, wird sie doch parteiintern von niemandem mehr wirklich ernst genommen und ist daher komplett isoliert.